“Wir sind jetzt auf Facebook …”

“Wir müssen auf Facebook.” – “Ich bin nicht auf Facebook.” – “Egal, ich melde uns mal an.”

So ungefähr stelle ich mir den Entschluss zahlreicher Organisationen jedweder Art vor, bei dem allgemeinen Facebook-Trend mitzumachen, für alles und jeden eine Facebook-Seite einzurichten. Ich finde diesen Kommunikationsweg sehr praktisch – wenn er denn richtig genutzt wird. Doch hier verbirgt sich die Falle. Die Plattform wird genutzt bevor verstanden wurde, wie sie funktioniert. Nur so kann ich mir zahlreiche “Personen” erklären, die eigentlich “Seiten” sein müssten. Dabei gibt es sowohl für Organisation als auch Nutzer immense Vorteile einer Seite:

  • einfachere Administration durch mehrere Personen
  • Zugriffsstatistiken
  • mit Webseite verknüpfbar
  • kein Freundschaftsanfragen Bestätigen
  • Nutzer-Privatsphäre aufrecht erhalten
  • Integration im Nutzerprofil und nicht in der Freundeliste
  • Werbung auf Facebook schalten möglich
  • sinnvollere Profil-Felder
  • als Ortsangabe nutzbar (in Statusnachrichten)

Die Liste ließe sich sicher noch länger fortsetzen. Doch wie so oft Kostet ein Fehler umso mehr, je später er behoben wird. Sind erstmal die ersten 50 “Freunde” zusammen steigt die Hemmschwelle auf eine Seite umzusteigen. Genau in diesem Moment wird der zweite Fehler begangen. Je länger man wartet umso schwieriger wird der Umstieg. Die Folge: Nutzeraccounts mit mehreren Tausend Freunden werden nach wie vor als “Seiten” missbraucht. Die armen Praktikanten und Aushilfen, die diese ganzen Freundschaftsanfragen bestätigen müssen.

Doch wie kann man das Vermeiden? Wo kann man lernen wie Facebook funktioniert, bevor man sich anmeldet? Ein Opfer dieses Anfängerfehlers beschwerte sich bei mir mal, dass es auf der Facebook-Startseite keinen Butten wie etwa “Leitfaden für Firmen” gibt. Das ist leider richtig und auch der Link “Erstelle eine Seite für eine Berühmtheit, eine Band oder ein Unternehmen.” ist unter dem dicken Formular leicht zu übersehen, zumal dort nichts erklärt wird. Zu den nötigen Informationen braucht es 3 gezielte Klicks von der Startseite über die Hilfe bis zur Seite Facebook für Unternehmen. Leicht zu finden ist das nicht.