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	<title>JanMartin.de&#187; StudiVZ</title>
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	<description>Informatiker sind auch (nur) Menschen …</description>
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		<title>Privater Datenschutz</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 22:59:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Martin Keil</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Man hört ja in letzter Zeit viel über Datenschutz bei Unternehmen und leider auch häufig über dessen Abwesenheit. Es gibt aber noch einen zweiten Aspekt des Datenschutzes, der meiner Meinung viel zu kurz kommt: Den eigenen Umgang mit den Daten anderer. Auch wenn es für Privatpersonen weniger gesetzlichen Regelungen gibt, als für Unternehmen, so sollte sich dennoch jeder einmal Gedanken darüber machen, wie er mit den Daten Anderer, insbesondere seiner Freunde, umgeht. Ich sehe vor allem die folgenden Bereiche, in denen oft zu leichtfertig mit Daten umgegangen wird:</p>
<p>Der erste Punkt sind Fotos. Viele Schnappschüsse landen in Sozialen Netzen oder anderen Onlinealben. Natürlich wird man seine Freunde nicht mit einem Rechtsstreit zu den Rechten am eigenen Bild überziehen oder in den Netzwerken wegen <strong>ungefragte</strong>m Upload (AGB-Verstoß) anschwärzen. Aber umgekehrt sollte auch jeder ein Bewusstsein dafür haben, dass nicht jedem die <strong>Veröffentlichung jedes Fotos</strong> recht ist. Das Beste ist und bleibt <em>vor</em> dem Upload zu Fragen.</p>
<p>Der nächste Punkt sind <strong>handfeste Daten anderer</strong> wie die E-Mail-Adresse oder sogar Telefonnummer und Adresse. Alles Daten, mit denen zum einen Firmen Geld verdienen können, sei es über Werbung oder Anhäufung der Daten zur &#8220;Dienstoptimierung&#8221;, wie z.B. <strong>bei Facebook</strong>, wo auch über nicht registrierte Nutzer Daten gesammelt werden. Ach wenn es ganz praktisch ist die E-Mail-Adresse lediglich <strong>in ein Formular einzugeben</strong> oder dem jeweiligen Anbieter sogar das gesamte E-Mail-Konto zugänglich zu machen, weniger Daten verstreut es die Personen selber Anzuschreiben oder ganz altmodisch, mündlich zu Fragen. Vielleicht möchte sie ja Kontrolle über ihre Daten behalten?<br />
Zum Anderen gibt es Fälle, in denen <strong>Personen die Kontaktdaten von Freunden erfragen</strong>, denen die Freunde diese vielleicht explizit nicht geben wollten. Zugegeben, es ist schwierig Nein zu sagen, wenn die Person mit einer plausiblen Begründung kommt, weshalb sie möglichst schnell die Daten braucht, aber ganz ausschließen sollte man diese Möglichkeit nicht.<br />
Auch aufpassen sollte man beim <strong><a href="http://janmartin.de/2010/04/02/internet-don%E2%80%99ts-e-mail-fehler/">versenden von E-Mails an viele Personen</a></strong>. Leider wird viel zu selten daran gedacht Blindkopien zu verwenden. Ich habe nicht nur einmal von mir nur flüchtig bekannten Personen Mails erhalten, die ihr gesamtes Adressbuch offenbaren. Vielleicht sollte ich das nächste mal alle enthaltenen Adressen anschreiben, ob es dem Eigentümer recht ist, dass Person XY ihre E-Mailadresse gedankenlos in das Internet posaunt? Man könnte nur hoffen, dass nicht auch die Adresse vom Chef dabei ist. Der aktuelle Rekord liegt übrigens bei 246 enthaltenen E-Mailadresse.</p>
<p>Ein letzter Punkt, bei dem ich auch immer wieder Bauchschmerzen bekomme sind <strong>Blogeinträge</strong>, in denen der Autor nicht nur Freimütig <strong>über</strong> sein eigenes Leben, sondern auch das aller <strong>andere</strong>n beteiligten <strong>Personen</strong> freimütig plaudert. Da frag ich mich dann immer, ob die betreffenden Personen wissen, dass sie namentlich Erwähnt werden.</p>
<p>Aber außer Appellieren und hin und wieder mal seinen Namen bei Google eingeben kann man selber leider wenig machen, um sich vor sorglosem Umgang Anderer mit eigenen Daten zu schützen.</p>
<p>Bitte schreib, wenn dir noch weitere solcher kritischen Punkte einfallen, die ich bisher übersehen habe. Und dran denken: <strong>Datenschutz beginnt schon bei den E-Mail-Adressen von Freunden.</strong></p>
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		<title>Kettenmails &#8211; eine (unter anderem) mathematische Betrachtung</title>
		<link>http://janmartin.de/2009/10/14/kettenmails/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 00:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Martin Keil</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzleben]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
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		<category><![CDATA[Kettenmail]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte man ja denken, dass es sich so langsam herumgesprochen hat, dass xyz nicht sterbenskrank ist, das ICQ, StudiVZ und Co. nicht kostenpflichtig wird und das Kontakt pqr auch nicht die Festplatte löscht. Doch leider muss ich mich immer wieder eines besseren belehren lassen. Gleich von mehreren Personen bekam ich gestern eine StudiVZ-Nachricht, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollte man ja denken, dass es sich so langsam herumgesprochen hat, dass xyz nicht sterbenskrank ist, das ICQ, StudiVZ und Co. nicht kostenpflichtig wird und das Kontakt pqr auch nicht die Festplatte löscht. Doch leider muss ich mich immer wieder eines besseren belehren lassen. Gleich von mehreren Personen bekam ich gestern eine StudiVZ-Nachricht, dass dieses nur dann nicht kostenpflichtig würde, wenn ich die Nachricht an 18 Personen weiterleite, von Menschen, denen ich sowohl gehobene Intelligenz als auch Medienkompetenz zutraue. Aber offenbar schützt auch das nicht.</p>
<h2>Was ist das Problem an Kettenmails?</h2>
<ul>
<li><strong>Es nervt!</strong></li>
<li>Es belastet unnötig die Netzwerke.</li>
<li>Bei Kettenmails wird außerdem gerne noch das ganze Adressbuch mitgeschickt, weil immer noch viel zu wenige wissen, was eine Blindkopie ist. (Datenschutz beginnt bei den E-Mail-Adressen meiner Kontakte.)</li>
<li>…</li>
</ul>
<h2>Wie könnte man sich schützen?</h2>
<p>Ich hab den Eindruck, dass man persönlich kaum etwas machen kann, außer seine Kontakte gebetsmühlenhaft Nachhilfe in Internetkompetenz zu geben, sobald man wieder eine Kettenmail im Postfach hat. Präventive Maßnahmen jedoch sind nicht möglich.</p>
<h2>Könnte man global betrachtet etwas gegen Kettenmails machen?</h2>
<p>In gewisser Weise haben Kettenmails große Ähnlichkeiten mit Spammails. Diese werden vor allem mit Spamfiltern (symptomatisch) und durch Abschaltung von Spamservern (präventiv) bekämpft. Der naheliegende Gedanke währe also, diese &#8220;Waffen&#8221; auch gegen Kettenmails zu richten. Das Abschalten von Spamservern jedoch fällt schon deshalb als potentielle Maßnahme weg, weil Kettenmail ausschließlich dezentral versendet werden. Bleibt der Spamfilter. Bei Spammails hat er den Nachteil, dass er lediglich die Symptome, nicht aber die eigentliche Ursache bekämpft. Anders bei Kettenmails. Da jede ausgefilterte Kettenmail auch bedeuten kann, dass weniger Folgemails versendet werden, hätte ein Kettenmailfilter sowohl symptomatische als auch präventive Effekte. Das klingt zwar erstmal gut, aber genauer betrachtet ist die Wirkung fraglich:</p>
<p>Da Kettenmails auf dem Schneeballsystem basieren unterliegt die Anzahl der versendeten Nachrichten einem exponentiellen Wachstum. Das bedeutet, dass ein paar abgefangene Mails das Wachstum nicht signifikant vermindern. Um das Wachstum zu begrenzen müsste ein erheblicher Anteil der Mails verhindert werden. Der (vermutlich große) Anteil an Personen, der selber die Nachrichten nicht weiterleitet hat die Kettenmails zumindest noch nicht untergehen lassen.</p>
<h2>Eine mathematisch Betrachtung</h2>
<p>Mathematisch betrachtet ist die Anzahl der Kettenmails, die verschickt wurden, eine geometrische Reihe: <img src="http://janmartin.de/wp-content/cache/tex_dfbcaa654a479a69f9ec641093b29dbd.png" style="align:middle" class="tex" alt="\sum_{n=0}^\infty d^n" /> (d=durchschnittliche Anzahl der Kontakte, die die Mail weiterleiten). Das eine Kettenmail untergeht wäre also äquivalent dazu, dass die Reihe konvergiert. Diese Reihe konvergiert, wenn <img src="http://janmartin.de/wp-content/cache/tex_d08aa5d12cee82e0f5aa4fb3df83ee5f.png" style="align:middle" class="tex" alt="d&lt;1" />. Das bedeutet, dass pro Versender im Schnitt weniger als eine Person die Mail weiterleiten darf. Schon bei den erwähnten 18 Kontakten ist die Wahrscheinlichkeit dafür eher gering. Das würde bedeuten, dass die Anzahl der Kettenmails divergiert. Aber warum versinken wir dann nicht in einer Schwemme von Kettenmails? Immerhin kennt Weltweit über durchschnittlich 6 Ecken jeder jeden und somit ist auch jeder Kettenmailurheber im Schnitt nur 6 Ecken entfernt. Meine Vermutung ist, dass die Anzahl derer, die Kettenmails weiterleiten wesentlich geringer ist, als gefühlt wahrgenommen, was mich zu der These kommen lässt, dass der Verlauf eines Kettenbriefs eine sehr schmale baumartige Struktur hat (kein echter Baum im Sinne der Graphentheorie, da Kreise möglich sind) und sich bildlich gesprochen eher durch das Netz schlängelt, als sich flächig auszubreiten.</p>
<h2>Was bedeutet das für die Bekämpfungschancen von Kettenmails?</h2>
<p>Wenn mit Hilfe von Filtern oder Warnhinweisen, dass es sich um eine Kettenmail handelt, d unter 1 gesenkt werden könnte, würde das zur Eindämmung von Kettenmails führen. Allerdings werden sich vermutlich die Gruppen, welche nicht solche Filter einsetzt und derer, die Kettenmails weiterleiten, weitestgehend Decken, weshalb die Auswirkungen nur Minimal sein würden. Der Preis dafür -mehr fälschlich aussortiere Mails- wäre wahrscheinlich zu hoch. Das effektivste wird es vermutlich bleiben auch dem letzten Unbelehrbaren klar zumachen, was eine Kettenmail ist und dass man die nicht haben will.</p>
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